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05.01.2005 / Ausland / Seite 3

Lohn für Pragmatismus

Kubas Außenminister hat die Normalisierung der Beziehungen zu acht EU-Staaten angekündigt. Die EU-Kommission war zuvor von ihrer Blockade abgerückt

Harald Neuber

Nach dem Abbruch aller diplomatischen Beziehungen vor zwei Jahren scheinen die Spannungen zwischen der Europäischen Union und Kuba wieder zu schwinden. Den ersten Schritt hatte die Lateinamerika-Kommission der Europäischen Kommission am 14. Dezember getan. Sie empfahl ein Ende der EU-Blockade gegen den sozialistischen Inselstaat. Am Montag mittag (Ortszeit) trat in Havanna Kubas Außenminister vor die internationale Presse. Weil sich das EU-Gremium unter anderem dazu bereit erklärt habe, »künftig auf die Einladung bezahlter Söldner« zu verzichten, werde man die Kontakte zu acht Staaten der EU wieder aufnehmen, erklärte Felipe Pérez Roque. Am Vormittag waren die Vertreter von Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Italien, Österreich, Griechenland, Portugal und Schweden bereits unterrichtet worden.

Die schwerste Krise seit Aufnahme der europäisch-kubanischen Beziehungen scheint damit vorerst beigelegt. Begonnen hatte sie im Sommer 2003. Nachdem die kub...

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