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19.08.2004 / Ausland / Seite 16

Eine Stadt stirbt

Im Schatten Olympias bangen in Naoussa 600 Arbeiter um ihren Job

Heike Schrader, Athen

Anfang Juli dieses Jahres bekamen die Arbeiter der Naoussa- Textilfabriken in der gleichnamigen griechischen Stadt Zwangsurlaub und wurden nach Hause geschickt. Als sie am 5. August zurückkehrten, standen sie erneut vor geschlossenen Toren. Die Firma verhandelte angeblich noch mit den Banken über ein Darlehen in Höhe von 170 Millionen Euro, um die Produktion wieder aufnehmen zu können. Am 9. August sollten die Verhandlungen abgeschlossen und die Webstühle wieder bestückt sein. Daraus wurde nichts. Viermal wurden inzwischen die Verhandlungen verlängert. Auch die für Dienstag angesetzte »endgültige Entscheidung« wurde wieder vertagt.

Einst galt die Stadt Naoussa, in der schon 1874 die erste Spinnerei gegründet wurde, als das »Manchester des Balkans«. Das Wasser des Flusses Arapitsa, der die Stadt teilt, lieferte die nötige Energie zur Erzeugung von Elektrizität. Dort entstanden in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts mehr und mehr Webereien, die ...

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