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18.08.2004 / Inland / Seite 15

»Kameraden« – Volk ohne Führer?

Ein aktueller Sammelband durchleuchtet die neuen Netzwerke der militanten Neonazis

Holger Hutt

Der sprunghafte Anstieg rassistischer Gewalt, die massiven Ausschreitungen, Pogrome und Brandanschläge, die den Anschluß der DDR an die BRD und die Debatte um die Abschaffung des Grundrechts auf Asyl begleiteten, hatten in der Öffentlichkeit – insbesondere im Ausland – die Frage aufkommen lassen, ob der deutsche Staat überhaupt ein Interesse an der Verfolgung neofaschistischer Hintermänner und Organisationen habe. Die deutsche Politik reagierte insofern, als sie ab 1992 eine Welle von Verboten gegen militante rechte Gruppen wie Wiking Jugend oder FAP erließ, bei denen die Grundlage für ein Verbot meist schon seit deren Gründung bestanden hatte.

Während einige der ehemaligen Mitglieder zur NPD oder anderen bereits bestehenden Gruppen wechselten, begannen andere ein geheimes Organisationsnetz aufzubauen, dessen sichtbarer Teil auf lokale und vermeintlich unabhängig voneinan...

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