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14.08.2004 / Inland / Seite 15

Fit für Kriege der Neuzeit

Weitgehend unbeachtet wollte die Bundeswehr ihre Telekommunikation aufrüsten. Erst das Scheitern des Vorhabens warf ein Schlaglicht auf das Projekt Herkules

Tobias Pflüger / Harald Neuber

Schon die Ankündigung ließt nichts Gutes erwarten: Ziel des Projektes Herkules sei es, so Verteidigungsminister Peter Struck (SPD), die Effizienz der Streitkräfte immens zu steigern. Tatsächlich handelt es sich bei dem seit Jahren geplanten Projekt um das größte Privatisierungsvorhaben in der Geschichte der Bundeswehr: Die gesamten Daten- und Kommunikationsnetzwerke der bundesdeutschen Armee sollen einander angeglichen werden. Mit dem informationstechnologischen Modernisierungsprogramm werde die Bundeswehr endlich an den NATO-Erfordernissen ausgerichtet, schwärmt auch der Vorsitzende des Bundeswehr-Verbandes, Bernhard Gertz.

Vorerst aber ist das Projekt auf Eis gelegt, nachdem die Verhandlungen zwischen dem Verteidigungsministerium und dem privaten Konsortium ISIC21 nach fast zwei Jahren Vorbereitung Anfang Juli gescheitert waren. Die Gruppe aus dem Rüstungskonzern European Aeronautic Defence and Space Company (EADS), dem Telekommunikationsunternehmen ...

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