19.07.2004 / Inland / Seite 6

Krieg gegen junge Arme

Mannheim drängt über die Hälfte der unter 25jährigen aus der Sozialhilfe

Harald Thomé

Die Mannheimer »Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung durch Verbesserung der Sozialhilfe« zeigen erste Ergebnisse: Über 50 Prozent der Sozialhilfeempfänger im Alter bis zu 25 Jahren wurden aus dem Leistungsbezug herausgedrängt, weitere Leistungen wurden drastisch gekürzt. Die Mannheimer Stadtverwaltung hat damit die Vorschläge des Sozialamtsleiters Hermann Genz umgesetzt. Besonders pikant: Die von ihm in Mannheim durchgedrückten Maßnahmen sind seit kurzem Modellprojekt zum exemplarischen Ausbau des Sonderprogramms Jump Plus und stellen damit einen Vorgriff auf das Arbeitslosengeld II (ALG II) dar.

Die Mannheimer Betroffenen haben also schon einmal einen bitteren Vorgeschmack von den Folgen von Hartz IV bekommen. CDU-Verlautbarungen, ALG-II-Empfänger sollten zum »Laternenputzen« oder zur »Hundekotentsorgung« eingesetzt werden, sind eindeutig. Auch nach Informationen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) wird über eine bundesweite Ausdehnung des »Mannh...

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