05.07.2004 / Ausland / Seite 9

Iraks Nachbarn im Visier

Bagdad wirft Iran und Syrien Unterstützung von Aufständischen vor. Hilfe aus arabischen Ländern abgelehnt

Rüdiger Göbel

Die USA lehnen eine »Arabisierung« der Besatzungstruppen im Irak ab. Nur so lassen sich die Reaktionen der von Washington installierten Marionettenregierung in Bagdad auf entsprechende Angebote aus Nachbarländern einordnen. Nach Jordanien boten am Wochenende auch Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Jemen Hilfe beim Aufbau eines Sicherheitsapparates und einer Armee sowie die Entsendung eigener Truppen in den Irak an. Der irakische »Außenminister« Hoschiar Sebari dankte zwar für die Offerten, die zum guten Teil noch dazu von US-freundlichen Regimes kamen, wandte sich aber gegen eine direkte Beteiligung von Nachbarstaaten bei der militärischen Besetzung seines Landes.

In der britischen Zeitung Sunday Telegraph beschuldigte Sebari darüber hinaus mehrere Anrainer, aktiv Widerstandsgruppen im Irak zu unterstützen. So sollen Washingtons »Schurkenstaaten« Iran und Syrien bewaffneten Besatzungsgegnern finanzielle und logistische Hilfe zuk...

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