05.06.2004 / Inland / Seite 4

Abschiebung in ein fremdes Land

Kreis Northeim will mehr als 100 Menschen aus dem Libanon in die Türkei ausweisen

Reimar Paul

Der seit Jahren andauernde Streit im südniedersächsischen Kreis Northeim um eine Ausweisung von mehr als 100 Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem Libanon in die Türkei spitzt sich zu. Die Ausländerbehörde will die betroffenen Familien so schnell wie möglich abschieben und hat für 22 Personen beim türkischen Konsulat in Hannover bereits sogenannte Paßersatz-Papiere beantragt. Angehörige von zwei Familien wurden bereits zwangsweise im Konsulat vorgeführt.

Zuvor hatten die Behörden die arabischen Namen vieler Betroffenen in türkische Namen umgeändert. »Ich habe auch einen türkischen Namen bekommen«, sagte Zeinab Souleiman der jungen Welt. Die 20jährige, die vor 15 Jahren mit ihren Eltern aus dem Libanon nach Deutschland kam, kann nach eigenen Worten kein Wort Türkisch...

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