Der Boden ist dreckig
Er will lieber spielen: Clemens J. Setz schreibt über die Wahrheit
Ken MertenIm Song »No Servant of Mine«, dem besten Track auf dem besten Album der Band Counterparts, »You’re Not You Anymore«, heißt es: »I wish you luck and hope you fail.« Das stimmt so nicht. Ich habe mich verhört. Es müsste heißen: »I wish you luck and hope you’ve found …« – und weiter: »Your medicine / Pray that it kills you quick.« Aber bloß weil es nicht stimmt, heißt es nicht, dass es nicht trotzdem einen gewissen Grad von Wahrheit aufweist.
Darauf verweist Büchner-Preisträger Clemens J. Setz in seinem Beitrag zur Essayreihe des Wiener Literaturverlags Droschl »Gedankenspiele«. Der Österreicher (zuletzt wurde in Graz und München sein Stück »Flüstern in stehenden Zügen« aufgeführt) zitiert Roger Willemsen, der wiederum Franz Grillparzer fehlzitiert, der beim ersten Anblick des Meeres angeblich gesagt haben soll: »So hatte ich’s mir nicht gedacht.« Setz gibt zu, selbst jahrelang mit einem untergejubelten Anfang von Albert Camus’ Roman »Der...
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