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12.02.2022 / Geschichte / Seite 15

Unbequemer Sündenbock

Vor 20 Jahren begann der Prozess gegen Slobodan Milosevic in Den Haag. Für die Ankläger wurde er zum Fiasko

Rüdiger Göbel

Vor 20 Jahren, am 12. Februar 2002, begann vor dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) in Den Haag der Prozess gegen den früheren serbischen und jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic. Er war als »Jahrhundertprozess« angekündigt, »historisch«, wie die Chefanklägerin Carla del Ponte in ihrem einleitenden Statement sagte, als sie dem Angeklagten vorwarf, »die schlimmsten der Menschheit bekannten Verbrechen« begangen zu haben. Es war von Anfang an klar, das Verfahren in Den Haag ist ein politischer Prozess, der die Delegitimierung und Zerstörung Jugoslawiens durch den Westen krönen sollte. Milosevic war vom ersten Tag an ein Verurteilter, weil er die staatliche Souveränität Jugoslawiens und Serbiens verteidigt hatte, selbst und gerade zu Hochzeiten des völkerrechtswidrigen NATO-Bombenkrieges 1999. Er saß auf der Anklagebank in einem von den NATO-Staaten kofinanzierten Tribunal.

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