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31.12.2003 / Inland / Seite 5

Konzertierter Raubzug

Vor zehn Jahren gingen in Bischofferode die Lichter aus – zum Vorteil der westdeutschen Kaliindustrie

Ulrich Schwemin

Am 31. Dezember vor zehn Jahren ging im nordthüringischen Bischofferode nicht nur ein Jahr zu Ende, sondern eine ganze Epoche: Das Kaliwerk »Thomas Müntzer« wurde auf Geheiß der Treuhand dichtgemacht, 700 Arbeitsplätze verschwanden am 1. Januar 1994 im Nichts. Dabei wurde in der Bischofferöder Kaligrube ein hochwertiges und vor allem marktfähiges Spezialsalz gewonnen, der Betrieb war zu 80 Prozent ausgelastet, und die Vorräte hätten für mindestens weitere 40 Jahre gereicht. Exportiert wurde nach Nord- und Westeuropa, und die Verkaufserlöse waren auch nach dem Ende der DDR kontinuierlich gestiegen.

Unglücklicherweise gab es auch in Westdeutschland eine Kaliindustrie. Bis zur sogenannten Wende spielte die im Vergleich zur ostdeutschen allerdings nur die zweite Geige. Während die DDR der drittgrößte Kaliexporteur der Welt war, belegte die BASF-Tochter Kali+Salz den vierten Rang. 1990 hatte sie trotzdem den bisher größten Verlust ihrer Geschichte erwirts...

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