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31.12.2003 / Ausland / Seite 7

Ein Staat verschwand

Inside 2003 * Krieg im Irak. Anhaltender Widerstand gegen die Besatzer

Rüdiger Göbel*

Vier Tage, bevor die US-Amerikaner in diesem Jahr wieder der Opfer des 11. September 2001 gedachten, hat sich US-Präsident George W. Bush in einer Rede an die Nation gewandt. Um 20.31 Eastern Daylight Time trat der mächtige Mann am 7. September vor die Mikrophone im Weißen Haus und begann zur besten Sendezeit mit einer Bilanzierung seines seit zwei Jahren andauernden »Krieges gegen den Terror«. Es war ein Offenbarungseid: Der »befreite Irak« war inzwischen zur »zentralen Front« in diesem Kampf aufgestiegen. Fünf Monate nach der Entmachtung Saddam Husseins und gut vier Montate, nachdem der Präsident als Oberbefehlshaber der US-Truppen auf dem Flugzeugträger Abraham Lincoln in einer großartigen Inszenierung das »Ende der Hauptkampfhandlungen« verkündet hatte, war das besetzte Zweistromland also ein großer Tummelplatz für Terroristen aus aller Welt geworden. Die Kriegsrechtfertigungslügen waren mittlerweile wie Seifenblasen zerplatzt, Bushs Umfragewerte sank...

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