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24.01.2022 / Kapital & Arbeit / Seite 2

»Es ist ein weitverbreitetes Phänomen«

Schweden: »Putzgate«-Affäre macht Schlagzeilen. Besondere Ausbeutung von migrantischen Arbeitskräften gang und gäbe. Ein Gespräch mit Pamela Otarola

Gabriel Kuhn

Die schwedischen Zeitungen sind voll mit Berichten zur sogenannten Putzgate-Affäre. Was ist vorgefallen?

Ende Dezember wurden zwei Reinigungskräfte zum Wohnhaus der schwedischen Ministerpräsidentin Magdalena Andersson geschickt, um dort sauberzumachen. Sie nahmen die falsche Türe, ein Alarm ging los, und kurze Zeit später waren sie von Polizisten mit Waffen im Anschlag umringt.

Ein Missverständnis, das sich auflöste?

Ja, aber es stellte sich heraus, dass eine der beiden Frauen eine undokumentierte Migrantin aus Nicaragua war. Das wurde als Sicherheitsskandal hingestellt: »Wie kann eine Kriminelle Zugang zum Wohnhaus der Ministerpräsidentin erhalten?!« Der eigentliche Skandal ist freilich, dass dieses Haus mit Hilfe ausgebeuteter migrantischer Arbeitskräfte saubergemacht wird. Das ist alles andere als eine Ausnahme. Abertausende Menschen arbeiten in Schweden 70 Stunden in der Woche bei einem Stundenlohn von sieben Euro, ohne jede Absicherung. Wirst du krank, ...

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