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22.01.2022 / Feuilleton / Seite 10

Eine heikle Theorie

Dünne Beweislage: Niederländische Historiker kritisieren die Untersuchung zum mutmaßlichen Verrat an Anne Frank

Gerrit Hoekman

Wer hat im August 1944 das Versteck des jüdischen Mädchens Anne Frank in der Prinsengracht 263 in Amsterdam an die Nazis verraten? Bis heute suchen Historikerinnen und Historiker nach einer Antwort und haben noch keine gefunden. Ein niederländisches Forscherteam aus mehr als 20 Historikern, Kriminologen und einem ehemaligen FBI-Agenten ist sich nun sicher, den Verräter gefunden zu haben. Am Montag ging es an die Öffentlichkeit.

Fünf Jahre forschte das Team in den Archiven nach der Person, die der SS den Tipp gab, wo sich Anne Frank mit ihren Eltern, ihrer Schwerster und vier anderen Juden versteckt hielt. »Wir haben insgesamt etwa 30 Theorien überprüft«, zitierte die Jüdische Allgemeine am Dienstag Pieter van Twisk, der zum Team gehört. »Wir können sagen, dass davon 27, 28 sehr unwahrscheinlich bis unmöglich waren.«

Der jüdische Notar Arnold van den Bergh soll den Nazis eine Liste mit Verstecken gegeben haben, in denen sie Juden finden konnten, darunter auc...

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