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02.11.2021 / Feuilleton / Seite 11

Magie der Solidarität

Der türkische Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist Dogan Akhanli ist im deutschen Exil verstorben

Nick Brauns

Die Genozide des 20. Jahrhunderts und die Universalität von Menschenrechten waren zentrales Thema im schriftstellerischen Werk und politischen Engagement von Dogan Akhanli. Geboren wurde er 1957 als Sohn eines Lehrers in der türkischen Schwarzmeerprovinz Artvin. Als 18jähriger wurde er Mitte der 70er Jahre nach dem Kauf einer legalen linken Wochenzeitung erstmals festgenommen. Es folgten elf Tage Verhör und Folter. »Danach hatte ich nur ein einziges Ziel: diesen Gewaltapparat zu zerschlagen«, bekannte Akhanli 2020 im jW-Wochenendgespräch. »Die willkürliche Gewalt hatte aus einem harmlosen Jungen einen entschlossenen Kämpfer gemacht.« 1985 folgte die nächste zweieinhalb Jahre andauernde Haft Akhanlis, der sich der Revolutionär-Kommunistischen Partei der Türkei (TDKP) angeschlossen hatte. Sein Buch »Fasil« handelt von seinem Folterer, mit dem er Gespräche über die klassische Fasil-Musik geführt hatte.

1991 floh Akhanli ...

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