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09.09.2021 / Schwerpunkt / Seite 3

Archäologen auf »Russenfriedhof«

Bremen: Pläne für Bahnwerkstatt auf Gelände von Kriegsgräberstätte. Frühere Umbettung wohl unvollständig

Sönke Hundt

Während des Zweiten Weltkriegs war Bremen ein Zentrum der Rüstungsindustrie. Aus mehr als 200 Internierungslagern wurden über 30.000 vorwiegend aus der Sowjetunion und Polen, aber auch aus Frankreich, den Niederlanden und Belgien verschleppte Männer, Frauen und Kinder zur Zwangsarbeit getrieben. Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus Osteuropa galten als »Untermenschen«, wurden verachtet, gequält und dem Tod durch Krankheit, Hunger, Kälte und Erschöpfung preisgegeben. Für die vielen Toten mussten eigene Friedhöfe oder Massengräber angelegt werden.

In Bremen-Grambke (heute: Oslebshausen), einem Stadtteil in der Nähe der Werften und anderer Rüstungsbetriebe, existierten fünf große Internierungslager. Die Toten wurden auf einem Areal mit 20.000 Quadratmetern innerhalb der Hafenbahnanlagen begraben – später wegen der dort liegenden Überreste sowjetischer Kriegsgefangener als »Russenfriedhof« bezeichnet. Dieser liegt auf einem Gelände, das der Bremer Senat dem...

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