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01.09.2021 / Schwerpunkt / Seite 3

»Leitzinspolitik war gestern«

Schattenbanken dominieren das Finanzsystem. Zentralbanken sind nicht in der Lage, die ausufernden Geschäfte der Fonds zu begrenzen. Ein Gespräch mit Joscha Wullweber

Simon Zeise

Der Kapitalismus wird nur noch durch große Finanzspritzen der Zentralbanken am Laufen gehalten. Hat der Staat das Finanzkapital gebändigt?

Dem möchte ich vehement widersprechen. Wir haben es mit einem unglaublich instabilen Finanzsystem zu tun. Damit meine ich nicht das traditionelle Banken-, Sparkassen- und Genossenschaftssystem, sondern Global ­Finance – und hier vor allem das Schattenbankensystem. Die Zentralbanken sind ständig dabei zu versuchen, die Krise im Zaum zu halten. Sie sind zu mächtigen Akteuren geworden, haben aber gleichzeitig relativ wenig Handlungsspielraum. Ein Beispiel verdeutlicht die Lage: Vor der globalen Finanzkrise von 2008 hatte die Bilanz der US-Notenbank Federal Reserve ein Volumen von etwa einer Billion Dollar. Heute sind es mehr als acht Billionen. Zwischen 2016 und 2019 versuchte die Fed, diese Geldmenge wieder vorsichtig zu reduzieren, was im September 2019 zu einer Krise im Finanzsystem führte. Dieser Krise wurde in der Öff...

Artikel-Länge: 5571 Zeichen

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