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Die Kapitulation
Linke toleriert erstmals Kampfeinsatz
Sebastian CarlensWährend am Mittwoch im Bundestag noch gestritten wurde, ob Die Linke nicht – durch Enthaltung beim Evakuierungsmandat – einen Völkermord begehe, war den entscheidenden Stellen längst klar: Die Flüge aus Kabul würden einen Tag später sowieso enden. US-Präsident Joseph Biden hatte den »G7« klargemacht, schnellstmöglich abrücken zu wollen; Konsultationen hatte es dazu nicht gegeben. Die Debatte war eine Phantomdiskussion, nachträgliche Legitimation eines abgeschlossenen Einsatzes. Im Bundestag hat das keine Rolle gespielt.
Den Karren mögen andere in den Dreck gefahren haben, nun muss er gemeinsam herausgezogen werden – diese Logik hat sich Die Linke zu eigen gemacht. Es sei bedauerlich, dass eine Lage eingetreten sei, in der nur noch militärisch »geholfen« werden könne, hatte Ex-MdB Jan van Aken vorab in ND – Der Tag erklärt: »Als Pazifist fällt es mir nicht leicht, aber ich finde: ja!« Die Fraktionsführung empfahl Entha...
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