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19.07.2021 / Feuilleton / Seite 11

Verzweifelte Unsicherheit

Wie sich ein Kontrollfanatiker demontiert: Ralf Meyer inszeniert Molières »Die Schule der Frauen« für das Puppentheater Halle

Kai Köhler

Arnolphe ist mit sich zufrieden. Sein Plan scheint perfekt: Er steckte die vierjährige, arme Agnes ins Kloster und ließ sie dort dreizehn Jahre nach seinen Maßgaben erziehen. Nun meint er, die perfekte, abhängige Braut in die Hände zu bekommen. Sittsam soll sie sein, fleißig in Dingen des Haushalts und vor allem: unermesslich dumm. Nur so glaubt Arnolphe sich sicher vor dem Schicksal anderer Ehemänner, nämlich betrogen und lächerlich zu werden.

Der Stoff mag auf den ersten Blick veraltet wirken. Arnolphes Frauenbild wird kaum mehr so offen vertreten werden können wie Molières Figur es völlig unbefangen tut. Aber zugleich liebt Arnolphe, wenn auch auf seine verquere Weise; und leider kann Liebe besitzergreifend sein. Nicht zuletzt kommen manche Liebende auf die Idee, das widerspenstige Objekt ihres Begehrens derart umzuformen, dass es ihren Idealvorstellungen entspricht. Es ist nicht bekannt, ob das jemals gelungen ist – »Die Schule der Frauen« von Molière ...

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