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10.07.2021 / Feuilleton / Seite 11

Gegen das Geschwätz

Marcel Proust zum 150. Geburtstag. Über den Ursprung der »Suche nach der verlorenen Zeit« in der Polemik

Stefan Ripplinger

Im Herbst 1909 wagte es der Schriftsteller Marcel Proust erneut, den Herausgeber des Mercure de France, Alfred Vallette, anzuschreiben. Obwohl der Mann ihn schon verschiedene Male abgewiesen hatte, schlug Proust ihm »vertraulich und recht dringlich« ein gewagtes Unternehmen vor: »Ich beende ein Buch, das, trotz seines Arbeitstitels ›Gegen Sainte-Beuve. Erinnerungen an einen Vormittag‹ ein waschechter Roman ist, und in einigen Teilen sogar ein äußerst unsittlicher. Eine der Hauptfiguren ist ein Homosexueller. Der Name Sainte-Beuve erscheint darin nicht ohne Grund. Das Buch endet nämlich mit einem langen Gespräch über Sainte-Beuve und die Ästhetik.« Unbeeindruckt, lehnte Vallette auch diesen Vorschlag ab.

Kurz nach dieser Niederlage begann Proust damit, den Text aufzutrennen. Die erzählerischen Teile gingen in jenen Roman ein, der als »Die Suche nach der verlorenen Zeit« zu einem Höhepunkt der bürgerlichen Literatur werden sollte, die polemischen Teile blieb...

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