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19.06.2021 / Inland / Seite 2

»Das KSK muss aufgelöst werden«

Das Kommando Spezialkräfte darf trotz der Skandale um Faschisten und Munitionsraub bestehenbleiben. Ein Gespräch mit Luca Heyer

Kristian Stemmler

Das skandalgeschüttelte Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr, kurz KSK, darf weitermachen. Generalinspekteur Eberhard Zorn stellt der Truppe in einem Bericht quasi einen Persilschein aus. Wie bewerten Sie das?

Als langjähriger Kritiker hätte ich mir eine ersatzlose Auflösung des KSK gewünscht. Der Abschlussbericht beschönigt die Situation dort auf unerträgliche Weise. Es wird zwar zugestanden, dass es über Jahre unhaltbare Zustände, etwa im Bereich Neonazismus und Munitionsdiebstahl, gab, aber es wird so getan, als sei jetzt alles wieder gut. Das liegt daran, dass die Regierung auf keinen Fall auf das KSK verzichten will: Es steht wie keine andere Einheit für die Ausrichtung der Bundeswehr auf Kriegseinsätze in aller Welt. Als Antimilitarist bin ich natürlich für die Beendigung aller Auslandseinsätze. Dann bräuchte man auch ein solches Kommando nicht mehr.

Ziemlich wolkig schreibt Zorn von »regelungsfreien Räumen«, die Struktur der Einheit sei nicht auf d...

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