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02.06.2021 / Feuilleton / Seite 14

Rotlicht: Sachsen-Anhalt

Arnold Schölzel

Bang fragte Jan Brachmann am Sonnabend in der FAZ: »Und wenn die DDR gar nicht untergegangen ist?« Anlass war eine neue Folge der ARD-Krimiserie »Polizeiruf 110«, die im sachsen-anhaltischen Halle spielt. Titel: »An der Saale hellem Strande«. Liedtext: »stehen Burgen stolz und kühn. / Ihre Dächer sind gefallen, / Und der Wind streicht durch die Hallen, Wolken ziehen drüber hin.« Hell ist in dem realistischen Film über ruinöse Verhältnisse und zu Ruinen gemachten Menschen nichts, »eine Welt im Klammergriff der Resignation« (Brachmann).

Kein Zufall, dass das Milieu in Sachsen-Anhalt aufgespürt wurde – ein Bundesland, das den meisten Westdeutschen unbehaglich unbekannt und, mit dem CDU-Ost(beschimpfungs)beauftragten der Bundesregierung Marco Wanderwitz aus Sachsen gesprochen, »diktaturensozialisiert« schlechthin sein dürfte. Hier hat der Anschluss der DDR Verheerungen wie kaum woanders angerichtet. Auch die wenigen industriellen »Leuchttürme« wie Leuna (mit ...

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