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15.05.2021 / Ansichten / Seite 8

Autonomie unerwünscht

150 Jahre Abtreibungsverbot

Ina Sembdner

Die Entmündigung von Frauen, auch im 21. Jahrhundert nicht selbstbestimmt darüber entscheiden zu können, ob eine Schwangerschaft ausgetragen wird, ist zentrales Element eines patriarchal organisierten Staates. Um das damit verbundene bürgerlich-kapitalistische System aufrechterhalten zu können, ist die Kontrolle über den weiblichen Körper unabdingbar.

Das am 15. Mai 1871 gesetzlich verankerte Abtreibungsverbot mit den Paragraphen 218 und 219 hatte lange Zeit das Ziel, eine dem Kapitalismus zuarbeitende Bevölkerungspolitik durchzusetzen. Dem Aufbäumen der Frauenbewegung in der Weimarer Republik folgte die um so brutalere rassenideologische Körper- und Reproduktionspolitik der Nazis. Das 1933 verabschiedete »Werbeverbot«, das eine Weitergabe von Informationen zu Abbrüchen durch Ärzte untersagt, kriminalisiert Mediziner noch heute. Nach dem Zweiten Weltkrieg lag auch in der DDR zunächst der Fokus auf einem Anwac...

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