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27.04.2021 / Feuilleton / Seite 10

Schwarze Löcher

Helmut Höge

Der Religionswissenschaftler Klaus Heinrich sprach in einem Vortrag, den er 1993 in der psychiatrischen Klinik des Berliner Universitätsklinikums »Rudolf Virchow« hielt, über »Sucht und Sog«. Er sagte: »Wir bewegen uns in kata­strophisch eingefärbten Untergangs- und Auferstehungsvisionen, damit immer noch in einem großen, kosmisch geweiteten Initiationsraum. Und damit nicht genug: Chaostheorien beschwören die Selbstordnungskräfte der Materie und lassen uns als Nutznießer davon profitieren. Wirklich populär geworden aber ist das Bild – die große Phantasie vom ›schwarzen Loch‹. Dies ist die erstaunlichste Schoßmetapher, die wir zur Zeit haben: Spur- und zeichenlos saugt es ein und lässt verschwinden, auch die Reizüberbietung der Katastrophenmetapher ist stillgestellt, denn keine Information dringt hier heraus, geschweige, dass ein Geschichtenerzähler, ein kosmischer Aussteiger sozusagen, ihm entkäme.«

Gut kata...

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