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27.09.2003 / Wochenendbeilage / Seite 15 (Beilage)

Revisionismus und Raub

Die »Haupttreuhandstelle Ost« und der Raub polnischer Vermögen 1939–1945. Ein Buch von Bernhard Rosenkötter

Hans G Helms

Der Titel von Bernhard Rosenkötters Studie über die kurz nach dem Überfall auf Polen installierte Treuhandstelle Ost greift ein wenig kurz. Fast ein Drittel der Arbeit stellt deren Vorläufer dar: die bereits 1920 von dem Graudenzer Postbeamten und Stadtrat Max Winkler gegründete Deutsche Stiftung und die Konkordia Literarische Anstalt. Zur Tarnung als private GmbH firmierend, bezogen sie ihr Arbeitskapital von allen Regierungen der Weimarer Republik. (Seite 31 f)

Gesteuert von einem bis 1939 unveränderten Cercle konservativer Finanzfachleute und Organisatoren, förderten beide Unternehmen, frühe Exemplare der public-private partnerships, eine Revisionspolitik, die das »Deutschtum« in den abgetrennten Gebieten stärken sollte. (40 f) Die Deutsche Stiftung kaufte deutsche Schulen, zahlte Lehrergehälter, unterstützte deutsche Vereine und vergab Kredite an deutsche Handwerker und Firmen. (37 ff) Über Tochterunternehmen finanzierte oder erwarb die Konkordia deu...

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