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26.01.2021 / Feuilleton / Seite 10

Telefonieren

Helmut Höge

In Berlin gab es 1925 schon eine halbe Million Telefonanschlüsse, mit denen täglich 1,25 Millionen Gespräche geführt wurden. Berlin galt als »die telefonwütigste Stadt der Welt«, lese ich in Rolf Lindners Buch »Berlin. Absolute Stadt« (2017).

Postmodernen Kulturkritikern geriet die schier manische öffentliche Telefoniererei immer öfter ins Visier. So befasste sich Vilém Flusser mit dem Machtgefälle zwischen Anrufer und Angerufenen. Und Roland Bar­thes schrieb in seinen »Fragmenten einer Sprache der Liebe« (1984): »Ich versage es mir, auf die Toilette zu gehen, und selbst zu telephonieren, um die Leitung freizuhalten.« Heute gibt es kaum noch einen Spielfilm, in dem die Handlung nicht durch einen oder mehrere Anrufe in Schwung gebracht wird.

Das Mobiltelefon, das unsere »Availability« revolutioniert hat, ist ein direktes Resultat der Kybernetik und Waffenlenksystemforschung, also ein Produkt des Zweiten Weltkriegs, aus dem zunächst die Computer- und Gentechn...

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