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09.12.2020 / Inland / Seite 5

Man kennt sich

Wohnen im Haifischbecken. Teil 4: Die kurzen Wege zwischen Politik und Immobilienbranche

Philipp Metzger

Die Geschichte der Finanzialisierung des deutschen Immobilienmarktes ist eine Geschichte von intensiver Lobbyarbeit. Wie bereits in jW vom 5. Dezember 2020 dargestellt wurde, begann der Ausverkauf von öffentlichen Wohnungsbeständen Anfang der 1990er Jahre.

In einer ersten Phase kauften Private-Equity-Fonds die Bestände, und in einer zweiten Phase verkauften sie die Immobilienportfolios an der Börse. Daraus entstanden dann börsennotierte Konzerne – Vonovia, Deutsche Wohnen etwa. Unterstützt wurde dieser Prozess durch intensive Lobbyarbeit. Der wichtigste Verband der Branche ist der Bundesverband der Kapitalgesellschaften (BVK). Der Verband mit Sitz in Berlin vertritt über 300 Private-Equity-Fonds und ist in der Bundespolitik gut vernetzt. Im Vorstand sitzt zum Beispiel Ulrike Hinrichs, die ehemalige Sprecherin von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), dessen Ministerium auch für die Bereiche Bauen und Wohnen verantwortlich ist. Der größte Erfolg der Lob...

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