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10.11.2020 / Feuilleton / Seite 10

Wenn es soweit ist

Cemile Sahins Roman »Alle Hunde sterben« ist eine düstere Allegorie militarisierter Gesellschaften

Isabella Caldart

Sie wollen hier weg. Sie, das sind unter anderem Haydar, Murat, Sara und Nurten, die in einem Hochhaus wohnen, dessen Nachbarinnen und Nachbarn eins eint: Sie möchten hier nicht bleiben. Aber sie können auch nicht gehen. Dieses 17stöckige Haus, so erfahren wir im kurzen Epilog von Cemile Sahins zweitem Roman »Alle Hunde sterben«, befindet sich im Westen der Türkei. Andere örtliche, zeitliche oder personelle Marker gibt es nicht. Die Geschichte, die Sahin erzählt, ist universell.

Wie in einem Aufzug führt die Autorin hoch und runter durch die Stockwerke, blickt in die Wohnungen und schildert in neun Episoden die Geschichten der Bewohnerinnen und Bewohner, die sich in diesem Hochhaus in einer Art (innerem) Exil und Wartezustand zugleich befinden. Warten tun sie alle, denn fliehen können sie nicht. Aber irgendwann kommen die Soldaten, die Polizisten, sprich: die Täter, namenlose Repräsentanten des Staates, und wenn es soweit ist, möchte man vorbereitet sein. ...

Artikel-Länge: 4007 Zeichen

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