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05.11.2020 / Thema / Seite 12

Klassenunterschiede statt Einheitsschule

Gegen den Wunsch der Bevölkerung aufgegeben und im Westsystem benachteiligt. Über das unterschiedliche Bildungswesen in der DDR und der BRD (Teil 2 und Schluss)

Anne Wessel

»Meine Schule lag an der Grenze zwischen Reinickendorf und Pankow, in den Wochen nach dem Mauerfall bekamen wir viele Anmeldungen von Schülern – es waren vor allem Mädchen – aus dem Osten. Sie waren unglaublich gut, aber den Klassenkameraden im Westen zu leistungsorientiert.«¹

Wie zufrieden waren die Eltern in der DDR mit der »Einheitsschule«, der polytechnischen Oberschule (POS), die für alle Kinder von der 1. bis zur 10. Klasse vorgesehen war, in der nach einheitlichen Lehrplänen unterrichtet wurde (und zwar auf der Basis einer gleichwertigen Schulausstattung im Wert von 200.000 Mark je Schule) und deren Bildungsgänge vergleichsweise wenig differenziert waren? Und wie leistungsfähig war solch ein Schulsystem im Vergleich mit dem gegliederten westdeutschen System? Letzteres ist gekennzeichnet durch unterschiedliche Schulstrukturen in allen Bundesländern, die von den Schülerinnen und Schülern in unterschiedlichem Maße genutzt werden. Zudem gibt es in der B...

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