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23.10.2020 / Feuilleton / Seite 11

Humanität statt Haft

Resozialisierung im Knast? Annelie Ramsbrock zieht eine kritische Bilanz eines paradoxen Ansatzes

Volkmar Schöneburg

Der erste, der den Begriff Resozialisierung prägte, war Karl Liebknecht. So forderte er bereits 1912 in einer Debatte über Gefangenenarbeit: »Der Gedanke der Resozialisierung muss der kommandierende Gedanke sein für unsere ganze Strafvollstreckung.« Mehr als hundert Jahre später untersucht die Historikerin Annelie Ramsbrock in ihrem lesenswerten Buch »Geschlossene Gesellschaft«, welche Rolle dieser Gedanke im BRD-Strafvollzug bis in die 1980er Jahre spielte. In den ersten Nachkriegsjahren war es damit nicht weit her. Es dominierten weiterhin faschistische und nicht von ungefähr kriminalbiologische Denkfiguren die Debatte über den Sinn des Strafvollzugs. Personelle Kontinuitäten zum Naziregime bestimmten Wissenschaft und Verwaltung. Es nimmt somit nicht Wunder, dass das Strafrecht zunächst weiter primär an Sühne und Vergeltung ausgerichtet war. Das änderte sich in den 60er Jahren. In der Kriminologie setzte sich unter dem Einfluss der Soziologie immer mehr...

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