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10.10.2020 / Feuilleton / Seite 10

Die **** reichen nicht

Diskriminierende Darstellungen: Warum es nötig ist, dass Museen ihre Ausstellungspolitik überdenken

Hannes Klug

Das Frankfurter Städel-Museum zeigte im Sommer dieses Jahres Georg Herolds Gemälde »Ziegelneger« (1981), auf dem ein Schwarzer Mensch von einem Ziegelstein getroffen wird, im Hintergrund eine johlende Menschenmenge. Das Städel ließ in seiner Hängung den Werktitel unkommentiert. Als Rechtfertigung dieser Herangehensweise ließe sich argumentieren: Der Künstler hatte seine Arbeit schließlich so benannt. Der Originaltitel verbürge den historischen und produktionsästhetischen Kontext, dem das Werk entstammt, und niemand habe das Recht, ihn nachträglich zu verändern. Wer sich darüber empört, wer den Titel möglicherweise abwandeln oder das Gemälde erst gar nicht zeigen will, fordert – dieser Argumentation nach – Verbot und Zensur. Rückt die Sprach- und Bildpolizei jetzt etwa auch noch in unsere Museen vor? Wo bleiben die Freiheit der Kunst, ihr unbotmäßiges Potential, ihr Recht auf Anarchie?

Eine andere Strategie wählte die Kunsthalle Emden, als sie Arnulf Rainer...

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