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30.09.2020 / Feuilleton / Seite 11

Eine Partitur hochhalten

Ideen, Moden und ein machtloser Gott: An der Deutschen Oper Berlin wird Wagners »Ring« inszeniert

Kai Köhler

Sind Götter an das gebunden, was sie gesagt haben? Eine theologische Falle. Wenn ja, sind sie nicht allmächtig; wenn nein, geht jede moralische Vorschrift zum Teufel, denn morgen schon könnte das Gegenteil gelten. Dies ist auch Problem Wotans, des obersten Gottes in Richard Wagners Musikdramentetralogie »Der Ring des Nibelungen«. Dieser Ring verleiht Allmacht; allerdings befindet er sich nicht in Wotans Besitz. Der Gott aber herrscht durch Gesetze und kann deshalb den Ring nicht einfach stehlen. Im Gewand von nordischem Mythos und Nibelungenlied zeigt Wagner die bürgerliche Herrschaft durch Verträge und ihre Auswirkungen.

Am Beginn der »Walküre«, des zweiten Teils, hat Wotan das Geschwisterpaar Siegmund und Sieglinde in die Welt gesetzt, damit die für ihn tun, was er nicht darf: den Ring erbeuten. Dass Sieglinde mit Siegmund einer Zwangsehe entflieht, es zwischen den beiden zum Inzest kommt, ruft Wotans Gattin Fricka auf den Plan, die nicht nur als Göttin...

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