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12.09.2020 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kein Halt für Steuerräuber

Eigentlich sollten »Cum-Ex«- und »Cum-Cum«-Geschäfte qua Gesetz verboten werden. Experten halten den Betrug trotzdem weiterhin für möglich

Ralf Wurzbacher

Während bei der vermeintlichen Aufarbeitung des Skandals um die krummen Steuerdeals der Sorte »Cum-Ex« und »Cum-Cum« zuletzt alle Blicke auf den Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz gerichtet waren, ging eine andere Meldung ziemlich unter: Allen Gesetzesänderungen und Gerichtsurteilen zum Trotz sind und bleiben derlei Machenschaften auch weiterhin möglich. Das jedenfalls ist die Überzeugung mehrerer Experten, die am zurückliegenden Mittwoch bei einer Anhörung im Finanzausschuss des Bundestages als Sachverständige geladen waren. Solche Geschäfte seien »bis heute am Markt durch gängige Gestaltungsmodelle anzutreffen«, befand etwa Christoph Spengel, Professor für Betriebswirtschaft an der Universität Mannheim. Das sei »ein unerträglicher Zustand«, bekräftigte er und forderte von der Politik, den Vorgängen endgültig einen Riegel vorzuschieben.

Danach sieht es gerade nicht aus. Nicht nur wird Scholz vorgeworfen, er habe in seiner Zeit als...

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