Gegründet 1947 Sa. / So., 5. / 6. Dezember 2020, Nr. 285
Die junge Welt wird von 2453 GenossInnen herausgegeben
20.08.2020 / Feuilleton / Seite 11

Eine Art Unterwerfung

Müll erzählen: Aritz Morenos Film »Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden« berauscht sich an der Macht der Narrative

Felix Bartels

Es leuchtet und leuchtet nicht. Die Farben sind kraftvoll und ungesättigt zugleich. Weiß der Teufel, wie das geht. Überhaupt ist dieser Film in keiner Hinsicht leicht auf die Formel zu bringen. Kreuzte man die Moral von Almodóvar mit der Welt von Buñuel und trüge das Ganze unter Beigabe von reichlich Blut und Ekel mit dem Pinsel Dalís auf die Leinwand, müsste etwas wie Aritz Morenos »Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden« herauskommen.

Die Verlegerin Helga Pato (Pilar Castro), die ihren Mann in eine abgeschiedene Nervenklinik hat einliefern lassen, wird während der Rückfahrt im Zug von einem Herrn (Ernesto Alterio) angesprochen, der sich als Ángel San­agustín, psychiatrischer Gutachter in der betreffenden Einrichtung, vorstellt. Ungefragt beginnt er, ihr seine Lebensgeschichte und von einem seltsamen Fall zu erzählen: Ein Soldat begegnet während des Kriegs im Kosovo einer Ärztin, die ein Kinderkrankenhaus unter schwierigen Umständen erhalten möchte ...

Artikel-Länge: 4546 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Mit einem Onlineabo tragen Sie dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Für Unentschlossene gibt es die Tageszeitung junge Welt auch am Kiosk, für 1,90 € wochentags und 2,30 € am Wochenende. Alle belieferten Verkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Vollen Zugriff auf alle Artikel bietet das Onlineabo. Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/abo.

Unverzichtbar! Jetzt junge Welt stärken.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

20,60 Euro/Monat Soli: 27,60 €, ermäßigt: 13,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €

Auftakt der jW-Mietenserie: Heute Teil 1 – »Wohnen als Goldgrube. Die Inwertsetzung einer Mietnation«!