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08.08.2020 / Inland / Seite 2

»Seither kein einziger Rassist entwaffnet«

Angehörige der Opfer des Anschlags in Hanau werfen Behörden Untätigkeit vor. Ein Gespräch mit Hagen Kopp

Gitta Düperthal

Nach den neun rassistischen Morden vor sechs Monaten fordert die Initiative »19. Februar in Hanau« Konsequenzen. In den Fällen des rechtsterroristischen Attentats in Halle und des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke stehen jetzt die Täter vor Gericht, aber der Hanauer Mörder ist tot. Welche Konsequenzen soll es geben?

Aufgeklärt werden muss, was bei den Behörden im Vorfeld der schrecklichen Morde, in der Tatnacht und danach schiefgelaufen ist. Sonst müssen die Angehörigen der Toten den Eindruck haben, es ändert sich gar nichts. In ihrem Aufruf steht: »Worauf wartet ihr denn, wenn nicht auf den nächsten Anschlag?« Das Behördenversagen hat System. Im Main-Kinzig-Kreis ist seither noch kein einziger Rassist entwaffnet worden. Bekannt wurde, dass die zuständige Waffenbehörde dem Täter noch im August 2019 einen auf Europa erweiterten Waffenschein ausgestellt hatte. Die Frage ist auch: Haben Behörden nichts von dessen »Gefechtstraining« im So...

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