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05.08.2020 / Schwerpunkt / Seite 3

Knackpunkt Gefangene

Afghanische Regierung und Taliban streiten über letztes Kontingent inhaftierter Aufständischer. IS nutzt Annäherung für eigene Zwecke

Knut Mellenthin

In Afghanistan sind die Verhandlungen über einen Gefangenenaustausch, die am 1. April begonnen hatten, ins Stocken geraten. Praktisch ist dieser Austausch, der die Freilassung von 5.000 Gefangenen der Regierung in Kabul und 1.000 Gefangenen der Taliban vorsieht, schon weitgehend durchgeführt. Die Regierung hat nach unterschiedlichen Aussagen 4.500 bzw. 4.600 gefangene Aufständische entlassen, und die Taliban haben ihren Teil des Deals ebenfalls erfüllt. Gestritten wird jetzt um nach unterschiedlichen Aussagen 400 bzw. 500 inhaftierte Taliban, deren Entlassung die Regierung mit der Begründung verweigert, dass deren Verbrechen zu schwerwiegend seien. Mehrere von ihnen sind zum Tode verurteilt. Aus Sicht der Aufständischen ist aber gerade die Befreiung dieser Häftlinge besonders wichtig, weil es sich um führende Mitglieder oder um die Organisatoren besonders effektiver Angriffe und Anschläge handelt.

Solange die Frage des Gefangenenaustauschs für sie nicht z...

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