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29.07.2020 / Feuilleton / Seite 11

Pathos der Bescheidenheit

Hier sang einer von Verletzungen: Vor 40 Jahren starb der sowjetische Melancholiker Wladimir Wyssozki

Reinhard Lauterbach

Diese Stimme – tief und rauh, manchmal geschrien, manchmal zärtlich und leise. Dazu eine ständig leicht verstimmte Gitarre mit Stahlsaiten. Die Melodien schon tonal, aber die Akkorde für jemanden, der in der Harmonik des westlichen Gitarrenpops sozialisiert war, schwer aus dem Gehör nachzuspielen. Ständig irgendwelche verminderten, übermäßigen oder Septakkorde, weiß ich heute. Der Beat meist durchgeschlagen. Eine Musik, die den Affekt der Widerborstigkeit transportierte. Lyrisch-gefällig, wie bei seinem etwas älteren Zeitgenossen Bulat Okudschawa, war da nichts. Hier sang einer von Verletzungen, das hörte man sofort.

Zunächst von Verletzungen, die sein Land im Zweiten Weltkrieg erlitten hatte. Es gab im sowjetischen Kino eine Zeit, in der Kriegsfilme mit Songs kombiniert wurden: das berühmte Liebeslied »Tjomnaja notsch« (Finster die Nacht) ist das bekannteste Beispiel dieser Gattung, es ist von Wyssozkis Kollegen Mark Bernes gesungen worden. Aus einem and...

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