Gegründet 1947 Dienstag, 27. Oktober 2020, Nr. 251
Die junge Welt wird von 2422 GenossInnen herausgegeben
16.07.2020 / Inland / Seite 5

Reiche noch reicher

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung stellt Studie zur Vermögensungleichheit hierzulande vor – und bleibt dabei an der Seite des Kapitals

Bernd Müller

Die Vermögen hierzulande sind ungleich verteilt; über das aktuelle Ausmaß wusste man bisher aber relativ wenig. Am Mittwoch hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) eine Studie vorgelegt, die etwas mehr Licht ins dunkel bringen soll. Ein Prozent der Erwachsenen in Deutschland verfügt demnach über 35 Prozent des gesamten Vermögens im Land – bisher hatte man diesen Anteil auf 22 Prozent geschätzt.

Seit die Vermögenssteuer im Jahr 1997 ausgesetzt und im Jahr 2009 die Abgeltungssteuer eingeführt wurde, waren die Reichenvermögen statistisch nicht erfasst worden. Zudem waren die Millionäre in Bevölkerungsbefragungen kaum vertreten, weil sie seltener bereit waren, sich zu ihrem Vermögen interviewen zu lassen. Den Wissenschaftlern des DIW ist es nun in einer dreijährigen Recherche gelungen, diese Wissenslücke zu verkleinern.

Insgesamt 1.956 Haushalte nahmen an der Studie teil, darunter 881 mit einem Nettovermögen von mehr als einer Million Euro. D...

Artikel-Länge: 4005 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Mit einem Onlineabo tragen Sie dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Für Unentschlossene gibt es die Tageszeitung junge Welt auch am Kiosk, für 1,90 € wochentags und 2,30 € am Wochenende. Alle belieferten Verkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Vollen Zugriff auf alle Artikel bietet das Onlineabo. Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/abo.

Unverzichtbar! Jetzt junge Welt stärken.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

20,60 Euro/Monat Soli: 27,60 €, ermäßigt: 13,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €