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08.07.2020 / Feuilleton / Seite 10

Der Wucht nicht weichen

Von freundlicher Zähigkeit: Zum Tod des evangelischen Theologen Heinrich Fink (1935–2020)

Arnold Schölzel

Ein Christ, der sich für die DDR und den Sozialismus engagierte? Weg mit ihm. Das galt 1990 und gilt bis heute in diesem Land. Der evangelische Theologe Heinrich Fink, der am vergangenen Mittwoch im Alter von 85 Jahren in Berlin starb, hatte in besonderem Maß unter der Infamie zu leiden, mit der westdeutsche Wissenschaftskolonisatoren und ihre ostdeutschen Helfershelfer Universitäts- und Akademiepersonal der DDR »abwickelten«. Sein Zusatzverbrechen: Er war im April 1990 vom Konzil der Humboldt-Universität mit großer Mehrheit zum Rektor gewählt worden. DDR-Professor, Dekan, Rektor und populär – das konnte nicht verziehen werden.

1991 tauchten Dokumentfetzen über eine angebliche Tätigkeit Finks für das Ministerium für Staatssicherheit aus der Aktenbehörde Joachim Gaucks in Westgazetten auf, Anfang 1992 entließ der damalige Berliner Wissenschaftssenator Manfred Erhardt (CDU) – ein Zögling des Nazirichters und baden-württembergischen Ministerpräsidenten von 1...

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