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08.07.2020 / Schwerpunkt / Seite 3

»Wir haben kein Vertrauen in die Regierung«

Kolumbien: Der Kampf der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) im Jahr 2020. Ein Gespräch mit mehreren Comandantes der Guerilla

Unai Aranzadi

Wie haben Sie an den Frontlinien der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) die Waffenniederlegung eines Großteils der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes (FARC-EP) und den Friedensprozess erlebt?

Wir als ELN stimmen nicht mit dem Friedensabkommen überein, aber wir respektieren es, obwohl es sich dabei um die Geschichte eines absoluten Scheiterns handelt. In den Regionen sehen wir, dass die FARC aufgehört haben, eine strukturierende Rolle zu spielen. Die Abkommen werden nichts an der Situation in unserem Land ändern. Die FARC haben sich komplett verändert, um in die Legalität einzutreten. Sie haben die Waffen zum Schweigen gebracht, aber die Gründe für den bewaffneten Kampf bestehen weiterhin. Wir als ELN haben kein Vertrauen in die Regierung.

Wir befinden uns im Catatumbo, einer der am meisten vom bewaffneten Konflikt betroffenen Regionen. Wie nehmen Sie als Akteure im Konflikt die humanitäre Lage in dieser Grenzregion (zu Venezuela, jW) ...

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