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06.07.2020 / Thema / Seite 12

Eine Stadt begegnet sich selbst

Ein Jugendkrawall in Stuttgart macht Schlagzeilen. Die Konsequenz soll ausgerechnet sein, die Gründe dafür nicht mehr zu thematisieren

Peter Schadt

Wohl bereits seit einigen Wochen reagieren in Stuttgart ein paar hundert Jugendliche auf den verordneten Shutdown damit, zwischen Schlossplatz und Opernhaus trinkend und rauchend ihre Abende zu verbringen. Das ist einerseits eine Verlagerung der zuvor in den nun geschlossenen Kneipen, Lokalen und ähnlichen Orten betriebenen Übungen, andererseits war das Treiben auch schon vor Corona die passende Art von Freizeitvergnügen für Jugendliche mit wenig Geld.

Die Vorgeschichte

Darunter leidet das Stadtbild der »Kulturhauptstadt« ebenso wie die Hygienemaßnahmen. So erscheint denn regelmäßig die Staatsgewalt und löst die Versammlungen auf, oder versucht es zumindest: »Gegen Mitternacht am 30. Mai wollte die Polizei die zum Schutz vor Corona-Infektionen noch geltenden Abstandsregeln auf dem Schlossplatz durchsetzen. Im Bereich der großen Treppe zum Kleinen Schlossplatz saßen die Nachtschwärmer viel zu eng. (…) Die Feiernden zeigten keine Einsicht. Im Gegenteil: Aus...

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