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03.07.2020 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Mindestlohn bleibt Armutslohn

Aktuelle Studie konstatiert gravierende Unterschiede in der EU

Gerrit Hoekman

Alle sechs Monate steigt in den Niederlanden der gesetzliche Mindestlohn. Beschäftigten, die älter sind als 21 Jahre, stehen seit 1. Juli 1.680 Euro brutto plus Urlaubsgeld zu. Bei einer 38-Stunden-Woche ergibt das einen Stundenlohn von 10,21 Euro. Das ist im Vergleich zum 1. Januar eine Steigerung um 1,63 Prozent.

Das System des gesetzlichen Mindestlohns oder auf Niederländisch »Minimumloon« wurde 1969 eingeführt. Damals belief er sich laut dem amtlichen »Centraal Bureau voor de Statistiek« auf 606,70 Gulden oder auf heute umgerechnet 275,51 Euro. »Normalerweise wird der Lohn an die Entwicklung des Tariflohns im vorhergehenden Halbjahr gekoppelt«, erklärt die Behörde das Verfahren. Staatliche Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe und Renten sind an den Mindestlohn gebunden. Die Regierung hat aber die Möglichkeit, eine Steigerung auszusetzen, wenn sie es wirtschaftlich für angezeigt hält.

»Insgesamt zeigen die Niederlande, dass ein gesetzlich...

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