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27.06.2020 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Sandlebens Inflationslawine

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Zum Thema ungeheure Geldvermehrung und wachsende Staatsverschuldung blüht in diesen Zeiten der Unsinn noch bunter als sonst. Guenther Sandleben zum Beispiel warnt in seinem Aufsatz »Die große Flut« (siehe jW vom 23. Juni) davor, dass die im Zuge der Coronarettungsprogramme sprunghaft steigenden Staatsschulden und – noch schlimmer – die von den Notenbanken betriebene Geldvermehrung um mehrere Billionen Euro und Dollar zu galoppierender Inflation, ähnlich der in Deutschland in den frühen 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, führen könnten.

Eckpunkt in Sandlebens Inflationsszenerie ist der drohende Vertrauensverlust der Geldbesitzer. »Die Inflation bleibt bislang nur deshalb begrenzt«, schreibt er, »weil die Menge des von der Zentralbank in Umlauf gebrachten Geldes noch gehortet wird. Sobald das Vertrauen in das Geld erschüttert wird, wird sich die gewaltige Geldlawine auf die im Vergleich dazu viel zu geringe Warenmasse stürzen. Die Banknoten würden als Ge...

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