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22.06.2020 / Ausland / Seite 8

»Mitschuld wird hier weitestgehend geleugnet«

Erinnerungspolitik in Österreich: Kritik an neuen Plänen für Hitler-Geburtshaus in Braunau am Inn. Ein Gespräch mit Raffael Schöberl

Johannes Greß

Im Zuge des Umbaus des Hitler-Geburtshauses in Braunau am Inn sollte ein Gedenkstein gegen Faschismus und Krieg entfernt werden. Eine »Neutralisierung des ganzen Ortes« werde angestrebt, hieß es dazu. Was halten Sie von diesem Vorhaben?

Das Geburtshaus Hitlers kann man nicht einfach durch einen Umbau neutralisieren. Selbst wenn man das vorhaben sollte, ist die Entfernung des Gedenksteins der falsche Weg. Wir lehnen als KZ-Verband/VdA kategorisch ab, dass der Gedenkstein einfach in ein Museum nach Wien verfrachtet werden soll. Er muss an diesem Ort in Braunau erhalten bleiben. Vor allem findet sich auf diesem Mahnstein keine Bezugnahme zur Person. Es ist vielmehr eine Mahnung an die furchtbaren Verbrechen, das Leid und die Zerstörung, die der deutsche Faschismus in ganz Europa begangen hat. Es wäre schon rein symbolisch ein erheblicher Skandal, wenn man diesen Stein jetzt im Rahmen der Umbauten einfach entfernen würde.

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