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10.06.2020 / Thema / Seite 12

Die Mär vom doppelten Nolte

War der rechte »Umschuldungshistoriker« Ernst Nolte einst ein liberaler Denker? Lässt sich in seinem Frühwerk Brauchbares finden? Faschismustheorie zwischen klassischer Ideengeschichte und kritischer Gesellschaftsforschung. Eine Replik

Phillip Becher

Am 18. Mai zeichnete Mathias Wörsching in der jW den »frühen« Ernst Nolte als liberalen Faschismusforscher und -gegner. Diese Deutung provozierte Widerspruch. Im folgenden veröffentlichen wir eine Replik des Faschismusforschers Phillip Becher. (jW)

Als Ernst Nolte 2011 den nach dem einstigen Chefantikommunisten des ZDF benannten Gerhard-­Löwenthal-Ehrenpreis erhielt, warf der Geehrte in seiner Dankesrede – auf sein Lebenswerk zurückblickend – die folgende Frage auf: »Handelte es sich bei meiner akademischen und publizistischen Laufbahn nicht unter politischen Gesichtspunkten im Grunde um die Geschichte einer langwährenden Niederlage, einer Niederlage nicht bloß des Autors, sondern ›der Rechten‹ insgesamt?«¹ Nach der Lektüre des in junge Welt veröffentlichten Auszugs aus ­Mathias Wörschings gerade erschienenem Werk »Faschismustheorien«², ist man nun hingegen geneigt, festzustellen: In einer marxistischen Tageszeitung und zugleich in der Reihe theorie.org d...

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