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13.06.2020 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Die Gier des Zuspätgekommenen

Italiens fast vergessenes Kolonialreich. Die Jahre 1870–1918 (Teil 1 von 2)

Gerd Bedszent

Die Kriegsverbrechen des italienischen Militärs bei der Eroberung des Kaiserreiches Äthiopien (1935/36) sind von der Geschichtswissenschaft längst aufgearbeitet. Eher selten thematisiert wird, dass die Versuche Italiens zur kolonialen Inbesitznahme von Teilen Afrikas bereits Jahrzehnte vor der Machtübernahme Benito Mussolinis und der Installation des faschistischen Regimes begonnen hatten. Die Durchsetzungsphase des Kapitalismus samt Herausbildung bürgerlicher Nationalstaaten war insgesamt geprägt von Gewalt, sozialen Grausamkeiten und organisiertem Massenmord an unerwünschten Bevölkerungsgruppen. Der Faschismus als besonders brutal agierende Variante nachholender Modernisierung hat diese Grausamkeiten auf eine bis heute unerreichte Spitze getrieben.

Imperiale Ambitionen

Das Königreich Italien konnte erst spät die aus der feudalen Ära herrührende territoriale Zersplitterung überwinden und sich als bürgerlicher Nationalstaat konstituieren. Die endgültige R...

Artikel-Länge: 16093 Zeichen

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