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29.05.2020 / Thema / Seite 12

Das vergessene Lager

An das KZ Jasenovac wird hierzulande nicht erinnert. In Kroatien wird der Verbrechen aus außenpolitischem Kalkül gedacht. Die Nachfahren der Ustascha-Faschisten haben in Bleiburg ihren eigenen Wallfahrtsort

Eberhard Rondholz

Überall in Europa wurde zum 75. Jahrestag des Kriegsendes der Opfer des Naziterrors gedacht, alle deutschen Medien berichteten über die Veranstaltungen zur Erinnerung an die Befreiung der Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald, Theresienstadt. Eine Stätte des Grauens blieb dabei merkwürdigerweise in der deutschen Presse so gut wie unberücksichtigt: das kroatische KZ Jasenovac und die dazugehörigen »Killing Fields« von Donja Gradina, durch den Fluss Save getrennt, der eine Ort in Kroatien, der andere heute auf bosnischem Territorium gelegen. Mindestens 83.000 Menschen wurden dort von Schergen des faschistischen Ustascha-Regimes¹ regelrecht abgeschlachtet, so viele sind namentlich bekannt, aber auch viel höhere Zahlen werden genannt. Und doch kennen den Namen Jasenovac nur die wenigsten in Deutschland, obwohl es eines der großen Vernichtungslager im Zweiten Weltkrieg war, eines, das nicht von Deutschen betrieben wurde, aber für das die Deutschen Verantwo...

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