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26.05.2020 / Thema / Seite 12

Anteil oder Enteignung

In der Diskussion um das zweite Treuhandkonzept wurde 1990 auch die Übertragung der Betriebe an die Beschäftigten ins Spiel gebracht. Über heute fast vergessene Vorschläge

Jörg Roesler

Es gibt kaum eine in der »Wendezeit« geschaffene Institution, die heute unter den ehemaligen DDR-Bürgern einen so schlechten Ruf genießt, wie die Treuhandanstalt (THA). Dies resultiert vor allem aus deren Umgang mit dem Volkseigentum und den Privatisierungen, wie sie unter den Regierungen von Lothar de Maizière und Helmut Kohl innerhalb von sechs Wochen im Mai und Juni 1990 ohne die Berücksichtigung der vielseitigen öffentlich diskutierten Vorschläge, ausgehandelt und mit der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion ab Juli 1990 auch durchgesetzt wurde.

Fast vergessen ist heutzutage, dass bereits seit den ersten Monaten des Jahres unter der Regierung von Hans Modrow eine erste Treuhandanstalt existiert hatte, in der Geschichtsliteratur auch als »Ur-THA« bezeichnet. Noch weniger bekannt ist, dass es nach der Abwahl der Regierung Modrow Mitte März 1990 eine öffentliche Diskussion darüber gab, wie die weitere Arbeit der Treuhandanstalt unter der neugebildeten...

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