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19.05.2020 / Feuilleton / Seite 10

Mit klarer Parteinahme

Ausgebeutete und Arme um 1900: Gemälde von Hans Baluschek sind in Berlin ausgestellt

Matthias Reichelt

Großes handwerkliches Können zeichnet Hans Baluscheks (1870–1935) Malerei aus. In ihrem Zentrum steht die soziale Frage. Mit ungetrübtem Blick registrierte Baluschek am Anfang des 20. Jahrhunderts das Leben im Arbeitermilieu Berlins, auch das der Bettler und des Lumpenproletariats. Seine Werke zeigen die Ausbeutung und die Freizeitvergnügungen, vom Tingeltangel über den Alkohol bis zur Prostitution. Sein 120 mal 190,5 Zentimeter großes Ölgemälde »Arbeiterinnen« (1900) zeigt Frauen beim Verlassen der Fabrik in der Abenddämmerung. Mit gleichförmigem Ausdruck in den Gesichtern, müde und ausgelaugt. Wiederholt widmete sich Baluschek der besonderen Belastung von Arbeiterinnen. Auf »Kohlenfuhren« (1901) sind ausschließlich Frauen mit Kindern zu sehen, die auf Schlitten und in Kinderwägen Kohlen transportieren. Im Hintergrund ein Gasometer und ein Bahndamm.

Baluschek wurde 1870 in Breslau geboren und kam aus bürgerlichen Verhältnissen; der Vater war Eisenbahning...

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