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06.05.2020 / Schwerpunkt / Seite 3

»In die Offensive kommen«

Poesie gegen dumpfen Nazisprech: Konzert zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Ein Gespräch mit Konstantin Wecker

Susann Witt-Stahl

Der 8. Mai ist bis heute kein gesetzlicher Feiertag. Esther Bejarano, Sängerin und Vorsitzende des Auschwitz-Komitees Deutschland, will das ändern, um mehr Raum zu schaffen für Gedanken an »die großen Hoffnungen der Menschheit«. Wie denken Sie darüber?

Ich unterstütze Esther Bejaranos Vorstoß und meine, der 8. Mai sollte auch ein Tag des Friedens werden. Es gibt so viele eigenartige Feiertage – warum nicht endlich einmal einen wirklich vernünftigen?

In antifaschistischer Kunst wird die Freude über die Befreiung meist durch den Schmerz an dem Grauen überdeckt, das sich zuvor ereignet hatte. »Da sind die Toten alle / Unsere gemordeten Brüder / Aufsteigend aus dem schwarzen Wasser der Nacht / Bis an das Herz, das wartet / Das nicht vergessen kann, das niemals vergisst«, heißt es etwa in einem Gedicht aus dem Jahr 1948 von dem Schriftsteller David Luschnat. Welche Gefühle überwiegen bei Ihnen?

Auch bei mir ist es die Trauer über das entsetzliche Geschehen, di...

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