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29.04.2020 / Antifa / Seite 15

»Tatzeitpunkt um den 20. April«

Gedenkstein für Widerstandskämpfer wohl an Hitlergeburtstag gestohlen. Ein Gespräch mit Silvio Lang

Gitta Düperthal

Ein Gedenkstein, der an einen Widerstandskämpfer gegen den Faschismus erinnert, wurde kürzlich im Königsteiner Ortsteil Halbestadt gestohlen. Es handelt sich um eine von 14 Gedenktafeln in der Region. Wem ist sie gewidmet?

Sie erinnert an Fritz Gumpert, einen Kommunisten in der Sächsischen Schweiz, der schon sehr früh, im Jahr 1933, verhaftet wurde. Er war in der Weimarer Republik in der Schutzgruppe der KPD aktiv, dem Roten Frontkämpferbund Heidenau – bis zu dessen Verbot 1929. Danach betätigte er sich in der Antifaschistischen Aktion. Am 13. April 1933 wurde er in das Konzentrationslager Königstein-Halbestadt verbracht, dort gefoltert und ermordet.

Einst war dieses Gebäude ein Naturfreundehaus, das für Arbeiterinnen und Arbeiter Freizeitaktivitäten organisierte. Die Nazis hatten es beschlagnahmt. Freunde sammelten Geld und konnten eine Bestattung Gumperts durchsetzen – unter der Auflage, dass der Sarg nicht geöffnet werden sollte. Der Vater ließ ihn am ...

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